Lucretia Hughes spricht für die Achtung und Erhaltung des Zweiten Verfassungszusatzes

Lucretia Hughes hat eines ihrer Kinder durch Waffengewalt verloren: ihr neunzehnjähriger Sohn wurde auf einer Party erschossen. Der Täter war vorbestraft, doch auf freiem Fuß, und er verfügte über eine illegal erworbene Handfeuerwaffe. Die Kriminalität gegen Leib und Leben in vielen von Schwarzen bewohnten Gegenden der Großstädte, so Frau Hughes weiter, sei außer Kontrolle. Als Frau von fünfundzwanzig Jahren habe sie bereits achtzehn Begräbnissen junger schwarzer Amerikaner beigewohnt.

Eine Verschärfung der Waffengesetze sei ungeeignet, Tragödien wie jene, die ihre Familie getroffen habe, zu verhindern, denn gerade in den US-Städten mit den strengsten Waffengesetzen seien die meisten Gewaltverbrechen mit Schußwaffen zu verzeichnen. Selbstgerechte Politiker, die im Anschluß an die BLM-Proteste der Polizei die Finanzierung streichen wollen und gleichzeitig die Entwaffnung gesetzestreuer Bürger propagieren, richteten nichts als Schaden an. Im Übrigen röchen solche Vorschläge nach Rassismus: „Gilt der Zweite Verfassungszusatz nicht für Leute, die aussehen wie ich?“ Frau Hughes besteht auf dem Recht, sich selbst und ihre Angehörigen mit einer Feuerwaffe zu verteidigen.

Kraftvoll vorgetragen.

Rost

Der westliche Hegemon hat Schwierigkeiten, seine Kriegsmarine in Schuß zu halten; oder es mangelt der politische Wille. Die Schiffe rosten, wie man hier und hier sieht. Nicht eben ein beruhigendes Signal.

(Bild: Pixabay.)

Blick in Ihre Zukunft

Wie man hier erfährt, wollten einige hundert Menschen in Rotchina vor oder in einer Bank in der Provinz Henan protestieren, die ihnen den Zugriff auf ihre Konten verweigert. Doch kam’s nicht dazu, weil die Covid-Apps vieler Beteiligter (oder Fast-Beteiligter) auf Rot sprangen und jegliches Reisen unmöglich machten.

Grünflation und Kollektivismus

Daniel Greenfield bemerkt, dankenswerterweise von der Achse des Guten ins Deutsche übersetzt:

[D]ie Inflation ist kein ungewollter Unfall. Die Linke gibt wie ein besoffener Matrose Geld aus, um ihre Agenda durchzusetzen. Wenn man das Geld entwertet, wird die Mittelschicht ausgelöscht. Dann kann man anschließend die Wirtschaft unter neuen Bedingungen wieder ankurbeln. Biden hat Billionen [d.i. Tausende Milliarden] von Dollar verschwendet und ist nun damit beschäftigt, die „Gier der Unternehmen“ für die hohen Preise verantwortlich zu machen.

So macht man das, wenn man Kollektivismus säen will. Und natürlich geht es um Kontrolle. Worum sonst? Wackere, eigensinnige Hobbits in Dörfern und gediegenen Kleinstädten, die, wie es so schön heißt, ihr Ding machen? Das können Sie vergessen!

Die Linke will nicht, dass die Menschen in kleineren Gemeinschaften leben. Sie hat ganz klar gesagt, dass alle Menschen in Städten leben müssen.

In Groß- und Megastädten natürlich, idealiter in Großwohnsiedlungen des Zuschnitts Arbeiter- oder, in Zeiten der Postmoderne, Prekariatsschließfach. Eine häßliche Umgebung macht gefügig, acht- und mutlos, zynisch.

Die gewollte Verknappung und Verteuerung von fossilen Brennstoffen durch den Widerruf oder die Nichterteilung von Förderungsgenehmigungen –

Bidens Leute haben es gerade wieder einmal geschafft, Öl- und Gaspachtverträge zu sabotieren!

– dient den Fortschrittlern als Mittel,

um die Mobilität einzuschränken und die Bevölkerung zwangsweise in dichten städtischen Clustern unter ihrem Panoptikum zu konzentrieren. Dies sind die gleichen Strategien, die von der Sowjetunion und dem kommunistischen China angewandt wurden. Und sie haben das gleiche Ziel. 

Übertrieben? Hoffentlich haben Sie recht.

(Bild: Männer vor Suppenküche. Quelle: Library of Congress, Prints & Photographs Division, Farm Security Administration/Office of War Information Black-and-White Negatives. Gemeinfrei.)

Adam Smith: Folly

Adam Smith, An Inquiry Into the Nature and Causes of the Wealth of Nations, Bd. 1 (1776), hrsg. von Edwin Cannan, London 1904, Buch IV, Kap. II, S. 421, zugänglich und vorzüglich digital bearbeitet auf den Seiten der Online Library of Liberty des Liberty Fund:

The statesman, who should attempt to direct private people in what manner they ought to employ their capitals, would not only load himself with a most unnecessary attention, but assume an authority which could safely be trusted, not only to no single person, but to no council or senate whatever, and which would no-where be so dangerous as in the hands of a man who had folly and presumption enough to fancy himself fit to exercise it.

(Versucht ein Staatsmann, den Bürgern vorzuschreiben, in welcher Weise diese ihr privates Kapital einsetzen sollen, lädt er sich nicht nur eine völlig überflüssige Last auf die Schultern, sondern er beansprucht für sich eine Autorität, die vernünftigerweise keiner einzelnen Person und keinem Rat oder Senat übertragen werden kann – und die in niemandes Händen derart gefährlich werden dürfte als jenen eines Mannes, der dumm und arrogant genug ist, sich selbst für befähigt zu halten, dergleichen Befugnis an sich reißen und in die Tat umsetzen zu wollen.)

Damit wäre ein Argument Friedrich August von Hayeks, das er in The Fatal Conceit (1988) vorträgt, weitgehend vorweggenommen.

(Bild: Winslow Homer, Snap the Whip (1872). Wikimedia Commons, gemeinfrei.)

VDH: Vom Zustand der USA

Wir leben in interessanten Zeiten. Der Historiker Victor Davis Hanson gibt einen Überblick über die Probleme der USA, der unter anderem diesen Hinweis enthält:

The traditional bedrocks of the American system — a stable economy, energy independence, vast surpluses of food, hallowed universities, a professional judiciary, law enforcement, and a credible criminal justice system — are dissolving.

(Die bewährten Fundamente der amerikanischen Zivilisation – eine stabile Wirtschaft, weitgehende Autarkie in der Energieversorgung, ein gewaltiger Überschuß an Lebensmitteln, bedeutende und mit höchstem Respekt betrachtete Universitäten, ein verläßliches Gerichts- und Polizeiwesen, ein vertrauenswürdiges und ernstzunehmendes Strafverfolgungs- und Strafvollzugssystem – lösen sich auf.)

Wer zur Häme neigt, sollte sich fragen, ob die Alte Welt ohne die Neue Welt bestehen könne. Bitte lesen Sie den gesamten Text.

(Bild: New York: ships in the dock on the North River. Photograph, ca. 1880. Wellcome Collection. Gemeinfrei.)

Bari Weiss: Tätiger Optimismus gegen die „woke“ Einöde

Bari Weiss im Gespräch mit Peter Robinson, vor rund einem Monat. Die Journalistin hat ihre Stelle bei der New York Times aufgegeben, weil ihr die ideologische Bevormundung dort unerträglich wurde. Weiss‘ Antwort? Ein neuer Vertriebsweg, mit beträchtlichem finanziellen Erfolg beschritten, nämlich eine Art Internetmagazin für Abonnenten auf der Plattform Substack, dazu eine Podcast-Serie. Außerdem ist Weiss dabei, eine neue Universität in Austin, Texas, aufzubauen, in der nicht bestimmt, was (oder wer) woke ist, sondern Bildung stattfindet, die den Namen verdient. Sie erhalte viele, viele Bewerbungen von Wissenschaftlern, die an dieser neuen Universität lehren möchten, weil sie das Getue der Bolschewoken an ihrer derzeitigen Fakultät kaum mehr aushalten. Das Fundraising habe alle Erwartungen übertroffen. – Es gibt also Bedarf für nicht-linke Bildungsinstitutionen.

Besonderes Augenmerk verdient der Schlußteil des Films (ab Minute 37). Weiss spricht über die Unbarmherzigkeit der Cancel Culture in Zeiten der Social Media. Bereits Fünftklässler achteten darauf, nichts „Kontroverses“ zu äußern – wobei, natürlich, der neueste Trend im Woke-Sein definiert, was kontrovers sei. Es herrsche Selbstzensur.

Gleicht Weiss‘ Urteil über die genannten Übel demjenigen von Jonathan Haidt (verlinkt im gestrigen Beitrag), erweckt vor allem ihre dynamische, zupackende Art Bewunderung, dazu ihr Vertrauen in die Grundfesten der USA. „Wir sind in Amerika“, sagt sie nach Minute 55, „hier kann man Neues erschaffen.“ („This is America. It’s really possible to build new things here.“) Tätiger Optimismus.

Pessimismus ist so langweilig…

Von Leuten, die den Pranger fürchten, läßt sich nichts lernen

Bemerkenswerter Artikel in The Atlantic über verschiedene Übel, darunter nicht zuletzt eine allgemeine Verdummung, welche Social Media hervorrufen. Zur Wurzel des Elends gereiche, so Jonathan Haidt, deren Share– oder Retweet-Funktion. Die beständige Shitstorm-Drohung führe u.a. dazu, daß Studenten an den Universitäten kaum noch Bildung vermittelt würde, die den Namen verdient, weil die allermeisten Dozenten fürchteten, etwas auch nur annähernd Kontroverses zu äußern.

(Bild: Daniel Defoe is standing in the pillory while soldiers have to restrain crowds from throwing flowers at him. Wood engraving. Wellcome Collection, gemeinfrei.)

Cashless machtlos

Wie man hört, kann man in der Moskauer Metro nicht mehr mit Google Pay und Apple Pay zahlen. Das Ergebnis sind längere Schlangen vor den Zugangsschranken in den U-Bahnhöfen, weil nun alle nach Kleingeld oder Scheinen suchen müssen. Wer das begrüßt, sollte sich an die äußerst umstrittenen Maßnahmen der Regierung Justin Trudeaus in Kanada erinnern. Der Rotchina-Bewunderer Trudeau ließ den protestierenden Truckern vom Freedom Convoy und ihren Unterstützern damit drohen, ihre Bankkonten einzufrieren. Ohne Gerichtsbeschluß, wohlgemerkt; sondern nach Gutdünken.

Ja, dann stehen Sie da: Keine Ihrer Kredit- oder EC-Karten funktioniert mehr. Per Smartphone-App zu zahlen, ist plötzlich ebenfalls unmöglich. Im Geldbeutel haben Sie knapp dreißig Euro. Das ist alles. Ihr Konto ist tot, und Ihre Gadgets sind nutzlos.

Bargeld ist Freiheit. Selbst Fiat Money ist Freiheit, sofern die Banknoten in Ihrem Portemonnaie stecken.

(Bild: Vollschiff „Canada“, Stapellauf 1891. Gemälde von Antonio Jacobsen, um 1895. Wikimedia, gemeinfrei.)