Prioritäten
Die USA und China schicken Fahrzeuge auf den Mars, in der Bundesrepublik Deutschland werden neue Lastenfahrräder entworfen.
Die USA und China schicken Fahrzeuge auf den Mars, in der Bundesrepublik Deutschland werden neue Lastenfahrräder entworfen.
…hören Sie (in englischer Sprache) hier.
Friedrich Gundolf, Shakespeare und der deutsche Geist, dritte Auflage, Berlin 1918, S. 358, d.i. die letzte Seite des Werks.
…bemerkt der Verfasser eines Kommentars unter diesem kurzen Film mit einem Auszug aus Les Indes galantes von Jean-Philippe Rameau (1683-1764). Da hat er recht. Wie überhaupt alle, Orchester und Chor, Dirigent und Solisten, Freude an dem haben, was sie tun.
Wie man hört, sollen in vergleichsweise wenigen Jahren Kraftfahrzeuge mit Otto-, Wankel- oder Dieselmotor nicht mehr zugelassen werden dürfen. Nehmen wir das zum Anlaß für ein wenig Nostalgie, einen Blick in Gegenrichtung.












Erinnern Sie sich sich an die Zeit, als noch kein Computer zwischen Ihnen und Ihrem Auto saß, als der Motor Ihres Wagens noch einen Hubraum hatte, der den Namen verdient, keine 1,2 Liter von grünen Gnaden, und ein Geräusch von sich gab, das Freude machte?
Okay, was über das Geräusch bemerkt wurde, mag für das Exemplar unten rechts nur bedingt gelten, und ob der Wartburg ganz oben in der rechten Spalte mehr Freude als Verdruß bereitete, bleibe dahingestellt. Aber das sind Kleinigkeiten, die ein rückblickendes Lächeln kaum zu trüben vermögen.
Und dann ist da noch diese Meldung vom 16. Juni: Kalifornien sorgt sich, ob seine Stromversorgung ausreiche, und bittet seine Einwohner, am Donnerstag, den 17. Juni, zwischen 17.00 und 22.00 Uhr u.a. auf das Aufladen von Elektro-PKWs zu verzichten. „Flex Alert“ nennt sich das.
Alle Bilder: Pixabay.
Zum Diebstahl von über tausend Autoschlüsseln auf dem VW-Gelände in Emden hat Ramin Peymani alles Notwendige gesagt. Es können darüber hinaus aber noch einige Kleinigkeiten bemerkt werden. Zunächst fällt der schöne Begriff „Abgasautos“ in einem Greenpeace-Tweet auf, der in einem von Peymani verlinkten Artikel der Epoch Times eingebettet ist. Ein schönes Wort, „Abgasautos“. Glauben unsere Umwelt- und Klima-Idealisten (in ihrer oft auf Erdölprodukte zurückgehenden Sport- und Funktionskleidung), die Produktion von Automobilen, welche schwere Akkumulatoren an Bord haben, die selbst ja übrigens auch nicht an Bäumen wachsen, sei ohne „Abgase“ möglich? Selbige Frage wäre bezüglich der Gewinnung von Öko-Strom zu stellen, mit dem die Tugendwedler-Karossen betrieben werden sollen, denn Solarpanels und Windkraftwerke bauen sich ja auch nicht von selbst, verbrauchen Landschaft, wollen, wenn sie erst einmal stehen, gewartet oder gar enteist werden, was ebenfalls kaum ohne Ressourcenverbrauch – „Abgase“ – zu verwirklichen sein dürfte.
„I think, you’re taking a lot of things for granted“ (Milton Friedman zu Phil Donahue, hier ab 2 Min. 10 Sek.): Manche Leute setzen da eine ganze Menge voraus, scheint mir.
Jordan Peterson im Gespräch mit Theodore Dalrymple (eigentlich Anthony Daniels), dem Verfasser des u.a. von Thomas Sowell geschätzten Buches Life at the Bottom. Bemerkenswert nicht zuletzt der unterschiedliche Stil der beiden Beteiligten; hier ruhige Betrachtung einzelner Fälle, an denen, von Ironie abgefedert, etwas zu lernen sei; dort ein zuweilen hektisch wirkendes Bohren nach dem Allgemeinen.
R.C. VanLandingham verdeutlicht, wie wichtig es ist, über ein Denken zu verfügen, das weit, weit in die Zeit zurückreicht – rund zwanzig Jahrhunderte. Wer aus solchen Quellen schöpft, läßt sich nicht so schnell ein X vor ein U machen, auch im Moralischen:
There are several problems with wokeness. Most importantly, it is sinful. To be truly woke is to be self-righteous. Just as the Pharisee in our Lord’s parable self-righteously thanked God that he was not a sinner like the tax collector, the woke believe themselves to be better than others and hold the less-woke in contempt.
(Es gibt verschiedene Probleme mit dem Woke-Sein. Vor allem ist es eines, nämlich sündhaft. Wirklich woke zu sein, heißt, selbstgerecht zu sein. Ganz wie der Pharisäer in Christi Gleichnis Gott dafür dankt, daß er kein Sünder wie der Steuereintreiber ist, halten sich die Woken für etwas Besseres und verachten Menschen, die weniger woke sind.)
Touché. Wie VanLandingham weiter ausführt, müsse der – nun folgt, wie schon in der Zitat-Übersetzung gebraucht, ein zweisilbiges Unwort – Woke vor allem auf Außenwirkung bedacht sein, also das tun, was neuerdings Virtue Signalling heißt. Der sich als – jetzt wieder einsilbig – woke Gerierende sehe sich gezwungen, alle und jeden in seiner Umgebung (und per Social Media darüber hinaus) wissen lassen, wie woke er ist, sonst werde er nicht für voll genommen.
Über dergleichen Image-, Markenbildungs- und zuweilen auch bloß Balz-Bemühungen gehen weit wichtigere Dinge verloren, z.B. das Vergeben-Wollen:
To truly be woke is to be unforgiving. God tells us to forgive those who have sinned against us, but the woke never forgive. They will destroy a teenager for a tweet he or she tweeted years earlier or get a person fired for an off-color joke.
(Wirklich woke zu sein, heißt, keinesfalls zu vergeben. Gott gebietet uns, denen zu vergeben, die gegen uns gesündigt haben, aber die Woken vergeben niemals. Sie ruinieren einen jungen Menschen für einen Tweet, der vor Jahren gepostet wurde, und sorgen dafür, daß jemand für einen mißglückten Scherz entlassen wird.)
Wer die Anhänger der Woke-Religion verstimme, werde zum Aussätzigen gemacht – und dies, da keine Vergebung in Frage kommt, auf alle Zeit. Selbst lange Verstorbene trifft, wie man ergänzen darf, der Fluch der Selbstgerechten.
Schließlich berührt der Autor die Frage des „intellektualen Gewissens“, wobei seine Anamnese auch denjenigen überzeugenden dürfte, der hinsichtlich seines Therapie-Vorschlages skeptisch bleibt:
But perhaps the most troubling aspect of being woke is that to be woke one must embrace untruths. The woke live in a fantasy world where there is no objective truth. Like Pilate, they believe they can define their own truth. For example, the woke pretend that there are 60-plus genders instead of the two created by God.
(Doch das Schlimmste am Woke-Sein besteht darin, daß der Woke Falschheiten akzeptieren muß. Leute, die woke sind, leben in einer Phantasiewelt, in der es keine objektive, von ihnen unabhängige Wahrheit gibt. Wie Pilatus meinen sie, ihre eigene Wahrheit definieren zu können. So meinen sie etwa, es gebe über 60 Geschlechter statt der beiden, die Gott geschaffen hat.)
Den ganzen Text finden Sie hier.
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