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Res publica

Cashless machtlos

Wie man hört, kann man in der Moskauer Metro nicht mehr mit Google Pay und Apple Pay zahlen. Das Ergebnis sind längere Schlangen vor den Zugangsschranken in den U-Bahnhöfen, weil nun alle nach Kleingeld oder Scheinen suchen müssen. Wer das begrüßt, sollte sich an die äußerst umstrittenen Maßnahmen der Regierung Justin Trudeaus in Kanada erinnern. Der Rotchina-Bewunderer Trudeau ließ den protestierenden Truckern vom Freedom Convoy und ihren Unterstützern damit drohen, ihre Bankkonten einzufrieren. Ohne Gerichtsbeschluß, wohlgemerkt; sondern nach Gutdünken.

Ja, dann stehen Sie da: Keine Ihrer Kredit- oder EC-Karten funktioniert mehr. Per Smartphone-App zu zahlen, ist plötzlich ebenfalls unmöglich. Im Geldbeutel haben Sie knapp dreißig Euro. Das ist alles. Ihr Konto ist tot, und Ihre Gadgets sind nutzlos.

Bargeld ist Freiheit. Selbst Fiat Money ist Freiheit, sofern die Banknoten in Ihrem Portemonnaie stecken.

Bild: Vollschiff „Canada“, Stapellauf 1891. Gemälde von Antonio Jacobsen, um 1895 (Wikimedia, gemeinfrei).

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Musik Stil im Alltag

Verdächtige Einigkeit

Die – wie sollen wir’s nennen? – Maßnahmen gegen Anna Netrebko und Valerij Gergiev zeugen nicht von edler Gesinnung. Sondern von einem Ressentiment gegen unglaublich talentierte Musiker. Und einer gewissen Meutenmentalität.

Denn natürlich kann man, wenn man die entsprechenden Apparatschik-Befugnisse hat, die Gunst (und den Dunst) der Stunde nutzen und sich per Fingerschnalzen und Schikane gegen in beiderlei Sinne des Wortes hervorragende, also auch exponierte Künstler als besonders „moralisch“ hervortun, um sich – für einen Augenblick irriger Selbstgerechtigkeit wenigstens – zu den „Guten“ und „Gerechten“ zu zählen.

Was man jedoch nicht kann, das ist: sich per Fingerschnalzen in einen unglaublich talentierten Musiker zu verwandeln.

Beitragsbild: Geburtshaus des Komponisten Peter Tschaikowski (Petr I. Čajkovskij) in Votkinsk, Udmurtien, Russische Föderation (Wacher98, Wikimedia Commons).

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Musik Video

Neulich in Rußland

Eine englische Übersetzung des Gesungenen finden Sie unter dem Video, wenn Sie zu Youtube wechseln. Auf dem dortigen Kanal „Vek“ (Wjek) gibt es noch viele, viele Stücke mehr zu entdecken. Es lohnt sich, ein wenig zu stöbern.